Das kardiovaskuläre System

Dieses ► Video zeigt die Haupt-Bestandteile des Kardio-Vaskulären Systems:

  • Arterien
  • Venen
  • Herz
     
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Die Funktion der Arterien
Wie der ganze Mensch braucht auch jede Zelle unseres Körpers Sauerstoff und Nährstoffe zum Leben. Die Arterien sind jene Gefäße, die das nährstoffreiche und von der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut unter der pulsierenden Pumpe des Herzschlages vom Herzen weg in die Gewebe leiten.

Durch ihren Aufbau sollen sie den vom Herzen erzeugten Blutdruck möglichst stabil halten - je nach Funktion und Lokalisation müssen Arterien verschiedenen Ansprüchen genügen und unterscheiden sich daher auch in ihrem Aufbau.

In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 % des gesamten Blutvolumens enthalten.

Benennung der Arterien
Die Benennung der Arterien richtet sich nach dem jeweiligen Körperteil, wie z.B. Armschlagader, Leberschlagader, Gesichtsschlagader, usw.

Der Blutkreislauf
Arterien transportieren in der Regel sauerstoffreiches Blut (deshalb die alte Bezeichnung „arterielles Blut“), nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut:

Zwei Arterien gehen unmittelbar vom Herzen aus:

1. die Aorta (Hauptschlagader), die sich vielfach verzweigt und das sauerstoffreiche Blut von der linken Herzkammer in den Körper transportiert; sie ist die größte Arterie im menschlichen Körper mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern.

2. die Lungenarterie, in der sauerstoffarmes Blut von der rechten Herzkammer in die Lunge fließt.

Von der Lunge kehrt das Blut dann, mit Sauerstoff angereichert, in die linke Herzhälfte zurück.

Die kleinsten Verästelungen der Arterien, die Arteriolen, sind über Kapillaren mit den Venen verbunden.

Erkrankungen der Arterien:
Arteriosklerose, Angina pectoris, Thrombose, Schlaganfall


Zu den Erkrankungen der Arterien gehören Entzündungen, Infektionen und die allmähliche Zerstörung der Gefäßwände.

Die Arteriosklerose, im Volksmund Arterienverkalkung genannt, ist die am weitesten verbreitete Arterienerkrankung, die besonders bei älteren Menschen auftritt und in den Industrieländern eine wichtige Todesursache darstellt.

Dabei lagern sich Fettsubstanzen auf der Innenseite der Arterienwände ab, so dass die Durchblutung gehemmt wird. Eine Verbindung, die diese Fettablagerung begünstigt, ist das Cholesterin. Im weiteren Verlauf der Arteriosklerose wird Calcium abgelagert, und es bildet sich Narbengewebe, so dass die Gefäßwand ihre Elastizität verliert. In der Folge können sog. Aneurysmen auftreten, örtliche Arterienerweiterungen. Von der Arteriosklerose können bestimmte Arterien oder auch alle derartigen Gefäße betroffen sein.

Werden die Arterien blockiert, die den Herzmuskel versorgen, kommt es zur schmerzhaften Angina pectoris oder zum Herzinfarkt.

Arteriosklerose kann dazu führen, dass sich in der Arterie ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet.

Wie man außerdem aus wissenschaftlichen Studien weiß, können Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure und Clopidogrel, welche die Aktivität der Blutplättchen hemmen, zur Vorbeugung der Thrombusbildung beitragen.

Die schlimmsten Folgen dieser Blockierung des Blutflusses durch einen Thrombus können im Gehirn, in der Netzhaut und in den Gliedmaßen auftreten.

Wird eine größere Gehirnschlagader blockiert, kommt es zum Schlaganfall.

Die Venen – Wirkort der Heparine
Die Venen führen zum Herzen und die Kapillaren oder Haargefäße sind das Verbindungsglied zwischen Arterien und Venen. Die Arterien spalten sich auf und verzweigen sich, bis sie nur noch dünne Haargefäße sind. Diese Kapillaren verdichten sich dann wieder zu Venen, die zum Herzen führen.

Venen (lateinischer Singular vena, in fachsprachlichen Zusammensetzungen auch phlebo- vom griechischen Genitiv Singular ..., phlébas, zu altgriechisch ..., phleps, "Ader“) sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Venolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs.

Das bläuliche Erscheinen der Hautvenen hängt nicht allein mit dem Sauerstoffgehalt des venösen Blutes zusammen. Hautvenen erscheinen vor allem deswegen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als das blaue und somit vom dunklen Blut der Venen absorbiert wird. Das kurzwellige blaue Licht hingegen wird reflektiert; somit erscheinen die Venen in einer Gewebstiefe von 0,5 bis 2 Millimetern blau.

Das Herz... Kardiologie
Das Herz (lateinisch-anatomisch das Cor, griechisch-pathologisch die Kardia, ... oder latinisiert Cardia) ist ein muskuläres Hohlorgan, das den Körper durch rhythmische Kontraktionen mit Blut versorgt und dadurch die Durchblutung aller Organe sichert. Dabei arbeitet es genauso wie jede Pumpe, indem es die Flüssigkeit (Blut) ventilgesteuert aus einem Blutgefäß (Hohlvenen bzw. Lungenvenen, vgl. unten) ansaugt und durch ein anderes Blutgefäß (Truncus pulmonalis bzw. Aorta, vgl. unten) ausstößt.

Die Lehre von Struktur, Funktion und Erkrankungen des Herzens ist die Kardiologie. Ein Leben ohne Herz ist für höhere Tiere und die Menschen nicht möglich - wohl aber mit einem künstlichen Herzen. Das Herz gehört zu den ersten angelegten Organen während der Embryonalentwicklung.

Der Blutkreislauf des Menschen ist eine Kombination aller 3 Komponenten.

Über das Blut wird Sauerstoff zu allen Teilen des Körpers gebracht, in der Lunge bekommt das Blut den Sauerstoff, der dann durch den Körper gepumpt wird. Nachdem das Blut den Sauerstoff in jeder Zelle abgegeben hat, nimmt es den "Abfall" Kohlendioxyd auf. Das Blut kehrt zum Herzen zurück und wird erneut zur Lunge befördert. Dort wird das Kohlendioxyd abgeatmet, neuer Sauerstoff aufgenommen und der Kreislauf beginnt wieder von neuem.

Das Blut befördert auch andere wichtige Substanzen, z. B. Nährstoffe durch den Körper. Außerdem nimmt es Abfallprodukte auf und gibt diese an die verschiedenen Organe ab. Dort werden sie dann verarbeitet.

 

Der Blutkreislauf ist ein geschlossenes System, d. h. das Blut verlässt die Adern nie. In der Abbildung sehen Sie den Blutkreislauf dargestellt:

Der Blutkreislauf
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