Schlaganfall: Untergang von Gehirnzellen

Ein Blutgerinnsel in einer Arterie, die das Gehirn versorgt, verursacht einen Schlaganfall. Typische Symptome sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinstrübungen und vor allem Lähmungen.

Die Folgen des arteriellen Gefäßverschlusses hängen davon ab, welcher Teil des Gehirns von dem betroffenen Blutgefäß mit Sauerstoff unterversorgt wird. So können Sprach-, Schluck- und Sehstörungen sowie halbseitige oder teilweise Lähmungen die Folge sein. Diese Funktionseinbußen des Gehirns bilden sich oftmals nur mühsam über einen langen Zeitraum oder auch gar nicht mehr zurück. Um den Blutfluss so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen und auf diese Weise schwerste Folgeschäden und unter Umständen sogar den Tod zu vermeiden, ist hier ebenfalls sofortiges ärztliches Eingreifen oberstes Gebot!

Symptome

Als Zeichen eines Schlaganfalles können verschiedene Symptome auftreten

  • Plötzliche Lähmung oder Schwäche im Gesicht, Arm oder Bein, insbesondere auf einer Körperhälfte.
  • Plötzliche Verwirrung, Sprach- oder Verständnisstörung.
  • Plötzliche Sehstörung auf einem oder beiden Augen
  • Plötzliche Gangstörung, Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung.


Test zur Erkennung eines Schlaganfalls

Ein einfacher Test zur Erkennung eines Schlaganfalls durch Laien, der Leben retten und bleibende Schäden vermeiden kann, ist der Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS).

US-Mediziner haben diesen simplen Test präsentiert, mit dem auch ungeübte Personen innerhalb von einer Minute einen Schlaganfall erkennen können. Sie müssten nur beurteilen, ob ein Patient normal lächelt, beide Arme heben und halten beziehungsweise einen einfachen Satz verständlich formulieren kann.

Der Test fragt Schlüsselsymptome für einen Schlaganfall ab. Ein Test mit einhundert Personen zeigte, dass sie großteils einen Schlaganfall korrekt diagnostizierten.

Eine Schwäche der Arme wurde zu 97 Prozent, Sprachdefizite zu 96 Prozent einwandfrei erkannt. Aufgrund des Lächelns der Patienten identifizierten 74 Prozent eine Gesichtsmuskelschwäche. Mit dieser Methode könnten zufällig anwesende Passanten ihre Diagnose den eintreffenden Rettungsteams sofort mitteilen.

Aufgrund der dadurch gewonnen Zeit, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient bleibende Schäden davonträgt.

  • Bitten Sie die Person, zu lächeln (geht das nicht = Lähmung)
  • Bitten Sie die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen, zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön."
  • Bitten Sie die Person, beide Arme zu erheben.
  • Bitten Sie die Person, ihre Zunge heraus zu strecken. Schauen Sie ob die Zunge gekrümmt ist und/oder schief hängt.


Falls die betroffene Person Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufen Sie sofort den Notarzt und beschreiben Sie die Symptome der Person am Telefon.

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