Thrombose–Risiko auf Flugreisen

Die Reisethrombose, auch bekannt unter "Economy Class Syndrom", ist in den letzten Jahren gerade auf Langstreckenflügen zu einem ernst zu nehmenden Problem geworden. Die veränderten Umgebungsbedingungen in der Reiseflughöhe moderner Jets (beengter Raum, veränderte Druckverhältnisse) können für den Passagier ein Risiko darstellen. Zumindest dann, wenn gewisse Voraussetzungen vorliegen, die das Entstehen einer Thrombose begünstigen. Der folgende Test hilft herauszufinden, wer zum gefährdeten Personenkreis gehört.

Fragen ja nein
1. Haben Sie abends oder nach längerem Stehen schwere Beine, müde Beine, Spannungsgefühl oder nächtliche Wadenkrämpfe?
2. Kommen in Ihrer Familie gehäuft Venenerkrankungen vor?
3. Sind Sie weiblich und haben eine Veranlagung zu Bindegewebsschwäche?
4. Sind Sie übergewichtig und Raucher/in und älter als 40 Jahre?
5. Haben Sie Besenreiser oder Krampfadern?
6. Nehmen Sie Hormonpräparate (Pille, Menopausetherapie) ein oder sind Sie schwanger?
7. Hatten Sie schon einmal eine Venenentzündung am Bein?
8. Sind Sie in den letzten sechs Monaten im Bauchraum oder an den Beinen operiert worden?
9. Nehmen Sie harntreibende Medikamente (Diuretika) ein?
10. Haben Sie zur Zeit eine Entzündung oder schmerzhaft gerötete Stellen an den Beinen?
11. Haben Sie beim Auftreten Schmerzen im Fuß oder in den Waden?
12. Haben Ihre Beine einen unterschiedlichen Umfang?
13. Hatten Sie bereits einmal ein offenes Bein oder eine Thrombose?
14. Hatten Sie eine Lungenembolie (verstopftes Gefäß in der Lunge)?
15. Leiden Sie an einer Blutgerinnungsstörung und nehmen Sie Mittel zur Blutverdünnung ein?
16. Sind Sie in den letzten vier Wochen operiert worden?
17. Tragen Sie einen Gipsverband oder sonstigen ruhig stellenden Verband an einem Bein?
Flugreise-Thrombose-Check nach Dr. W. W. Tholen, überarbeitet von OA Dr. Robert Tischler, adaptiert von sanofi-aventis GmbH. © by netdoktor.at


Dieser Test ist KEIN Diagnosetest! Er dient lediglich einer nur annäherungsweise und keineswegs vollständigen Abklärung des persönlichen Risikos. Er darf und will auch nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Wenn nur der geringste Verdacht auf ein erhöhtes Risiko besteht – auch unabhängig vom Ergebnis dieses Testes – kann nur ein Arzt auf Grund einer persönlichen Untersuchung das individuelle Risiko einstufen.

 

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